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Nur die Wattetage blieben

Wenn ich zurückschaue, hatte ich die Infektion mindestens schon, seitdem ich mit dem Zivildienst in einer Altenpflegestation angefangen hatte. Damals bekam ich wegen einer chronischen Bronchitis Antibiotika. Ich hatte damals vor allem beim Küchenpersonal eine Menge Freunde, und bekam deshalb jede Menge Süßkram zugesteckt, um mich wieder aufzupäppeln.

Überflüssig zu sagen, daß ich ihn mit Begeisterung gegessen habe. Ich komme aus einer Familie, in der schon immer gern und oft Süßes genascht wurde.

Unmittelbar danach bekam ich Durchfälle, mußte sieben bis zehnmal pro Tag auf die Toilette. Gleichzeitig fing mein Darmausgang heftig an zu jucken, und die Haut ringsherum wurde wund, als wenn ich nicht Zivildienst machte, sondern bei der Bundeswehr Gewaltmärsche.

"Da haben Sie sich wohl einen Wolf gelaufen", sagte prompt mein damaliger Hausarzt, den ich nach langer Schamfrist aufsuchte, und riet mir, die Haut in dem Bereich mit einem milden Puder zu versorgen. Es nützte nicht sonderlich viel, vor allem nachts quälte mich ein heftiger Juckreiz - durch das Kratzen wurde es allerdings erst recht nicht besser.

Nach einem nochmaligen Arztbesuch ohne Ergebnis gab ich es auf und versuchte, mich mit den Beschwerden abzufinden. Zunächst versuchte ich immer wieder einmal, mit einem Sitzbad dem Juckreiz und auch dem Brennen nach dem Stuhlgang Herr zu werden.

Außerdem nahm ich von der Arbeit verschiedene Pflegesalben mit, mit denen wir die alten Menschen einrieben, wenn sie wund waren. Das Ergebnis war miserabel: solange die Salbe drauf war, wurde der Juckreiz besser, um danach aber prompt wiederzukommen.

Zum Glück verschwanden nach einigen Wochen die Durchfälle - ich mußte nur wesentlich häufiger auf die Toilette als vor dem Beginn der Beschwerden, aber das merkte ich eigentlich erst später so richtig.

Ich hatte damals recht wenig Ahnung von Medizin - wußte aber immerhin, daß bestimmte Würmer im Darm nachts ein heftiges Jucken am After hervorrufen. Nach einer wieder recht langen Schamfrist fand ich mich wieder bei meinem Hausarzt ein, und der ließ sich breitschlagen, eine Stuhluntersuchung zu machen. Ergebnis: Würmer waren jedenfalls nicht im Stuhlgang. Beruhigt juckte ich mich allabendlich weiter.

Mittlerweile hatte ich auch den Zivildienst hinter mich gebracht und jobbte in einem Krankenhaus, um die Zeit bis zum Studium zu überbrücken. Alles in allem dauerte diese Zeit schließlich mehrere Jahre, da die zentrale Vergabestelle für Studienplätze mich offensichtlich nicht gerade zu ihren Lieblingen zählte. Während dieser Zeit entwickelte sich aus den juckenden Stellen ein Hautekzem, das jede Pobacke ungefähr zur Hälfte bedeckte.

Beim Sport schlüpfte ich nach dem Duschen immer möglichst heimlich wieder in meine Unterhose, um nicht gesehen zu werden. Alles in allem bildete ich mir mittlerweile ein, unsauber zu sein, und wusch und badete mich wie ein Verrückter.

Dann kam der Tag, an dem ein Gegenspieler beim Volleyball am Netz die Bremse nicht fand und unter dem Netz hindurchrutschte - unglücklicherweise war ich noch in der Luft und ramponierte mir heftig das Sprunggelenk, als ich auf ihm landete und mit dem Fuß umknickte.
Ich wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und mußte dort bleiben. Der junge Chirurg, der mich zuerst untersuchte, war sehr gründlich und untersuchte deshalb nicht nur mein lädiertes Bein, sondern machte außerdem noch eine Ganzkörperuntersuchung. Zu der gehört korrekterweise auch eine Untersuchung des Mastdarms mit dem Finger.

Ich ahnte, was kommen würde. Nicht nur wegen der dabeistehenden, bildhübschen Krankenschwester war es mir hochgradig peinlich, die Unterhose fallen zu lassen. "Was ist denn das - schau Dir das bloß mal an", holte der Chirurg die Schwester auch noch hinzu. Als ich mich aus meinem Schneckenhaus wieder hervorwagte, fragte ich ihn, was "das" denn sei.

Das wisse er auch nicht, entgegnete er, aber er habe für morgen den Hautarzt bestellt, damit der sich das einmal ansehe.

Der Hautarzt entpuppte sich als ein jungdynamischer, eiliger Herr mit Fönfrisur, der obendrein nur selten den Mund aufmachte. "Ich verschreib‘ Ihnen was", murmelte er und war schneller aus der Tür, als ich noch eine Frage stellen konnte.

Dafür kam nur wenige Minuten später eine Schwester mit einem kleinen, handabgefüllten Töpfchen Salbe und stellte es vor mir hin. "Kortisonsalbe", erklärte sie auf meinen fragenden Blick, "kannst Du Dir ja wohl selbst drauftun, oder?" Konnte ich, als ich wieder allein war. Nur wenige Stunden später war ich das erstemal seit Jahren den verdammten Juckreiz wieder los.

Allerdings hatte ich mittlerweile doch schon ein gewisses medizinisches Wissen erworben und war mit klar, daß Kortison zwar ein hervorragendes Medikament ist, bei langfristiger Anwendung jedoch die Haut dauerhaften Schaden nehmen würde. Deshalb hörte ich nach einigen Wochen wieder auf, die Salbe aufzutragen. Ergebnis: das Jucken ging von vorn los, und auch die Hautausschläge, die sich zurückgebildet hatten, kamen sofort zurück.

In den kommenden Monaten schwankte ich immer etwas hilflos zwischen der Angst, die Haut in diesem empfindlichen Bereich zu schädigen, und dem Wunsch, das Jucken und den Hautausschlag loszuwerden.

In dieser Zeit hatte ich noch ein zweites Frusterlebnis: Auch an meinem Hinterkopf hatte es in letzter Zeit mehrfach heftig gejuckt. Außerdem war mit aufgefallen, daß immer mehr Kopfschuppen aus meinen Haaren rieselten. Versuche, ihrer mit alkoholhaltigen Wässerchen aus der Apotheke Herr zu werden, waren kläglich gescheitert.

In diesem Zustand ging ich zum Friseur, und die Friseuse sorgte dafür, daß ich diesen Laden nie wieder betrat: "Das ist ja eklig an ihrem Hinterkopf, gehen Sie doch mal zum Hautarzt!". Tat ich auch, nachdem ich mit zwei Spiegeln den Bereich selbst inspiziert hatte.

Und der stellte dann eine Horrordiagnose: "Das ist eine Schuppenflechte", stellte er nach kurzem Blick mit überzeugender Stimme fest. Auch an den Ellbogen und an den Sprunggelenksknöcheln fand er rote Hautstellen, die ganz typisch für eine Schuppenflechte seien.

Da könne man nicht viel machen, die Schuppenflechte sei meist auch eng verwoben mit seelischen Problemen, klärte er mich weiter auf. Na gut, gelegentlich hatte ich Ärger mit meiner Freundin, aber damit hörten die Probleme in der Zeit eigentlich auf - weiß ich heute. Damals allerdings begab ich mich auf eine lange Reise nach innen, um die häßlichen Flecken auf der Haut loszuwerden.

Der Erfolg war mager, jedenfalls was die Haut betraf. Wenigstens hatte ich so aber schon einmal ein paar Bücher über Psychosomatik gelesen, als ich endlich meinen Studienplatz bekam.

Das Studium half mir nicht sonderlich viel weiter, was die Suche nach den Ursachen dieser Beschwerden betraf. Ich besuchte während dieser Zeit verschiedene Hautärzte, die im Tenor immer Vergleichbares erzählten und mich außerdem mittlerweile in einer Art behandelten, wie sie ältere Mediziner dem Nachwuchs gegenüber gern annehmen: sie nehmen ihn nicht ernst.

Das mag manchmal sogar seine Berechtigung haben, denn manche Studenten machen erst einmal alle Krankheiten selbst durch. Nachdem sie von ihnen gelesen haben, entdecken sie sämtliche Symptome bei sich und suchen in Todesangst einen fertigen Arzt auf.

Die Flecken auf meiner Haut entstammten allerdings keiner übermäßigen Lektüre von Fachliteratur, sondern waren schlicht und ergreifend einfach vorhanden. Sie begleiteten mich insgesamt über sechs Jahre durch meine verschiedenen Staatsexamen, mit denen ich eigentlich keine Probleme hatte - bis auf das letzte. Ein Medizinstudent fängt meist mindestens ein halbes Jahr vor den Staatsexamen an, sich den Stoff in den Kopf zu prügeln.

Anders ist die von den Prüfungsbehörden verlangte Stoffmenge nicht zu schaffen, auch wenn manche Kritiker von "pädagogischem Unsinn" reden. Jedenfalls können Medizinstudenten über den Witz, wie sie sich von Philosophiestudenten unterscheiden, kaum lachen: wenn man dem Philosophen ein Telefonbuch gibt und ihn bittet, es auswendigzulernen, fragt er: "Warum?". Der Mediziner fragt nur: "Bis wann?". Spaß an diesem System hat eigentlich keiner.

Zurück zu den Staatsexamen. Das letzte nach sechs Jahren unterscheidet sich von den vorigen dadurch, daß die Vorbereitungszeit kürzer ist, weil vorher noch ein Praktikum abzuleisten ist - und diese Prüfung ist außerdem im Gegensatz zu den anderen mündlich. In der Vorbereitungszeit hatte ich mir angewöhnt, viertelliterweise Espresso mit viel Zucker zu trinken, um den Tag möglichst lang zu machen. Trotzdem bemerkte ich, daß ich mich immer schlechter konzentrieren konnte.

Außerdem gab es während unserer Vorbereitungsgruppen immer reichlich Kuchen und anderes Süßzeug, abends beseitigten wir die Anspannung mit Gerstenkaltschale oder Wein. An manchen Tagen ging ich wie durch Watte und war eigentlich nur noch körperlich anwesend. Komplizierte Sachverhalte konnte ich mir immer schlechter erarbeiten.

Ich schob das Ganze auf meinen wahnsinnigen Bammel vor mündlichen Prüfungen und sehnte den Tag herbei, an dem das alles vorbei wäre. Der kam auch, mit entsprechenden Schwierigkeiten in der Prüfung. Aber es ging letztlich alles irgendwie glatt - nur die Wattetage blieben.

Schon zwei Wochen nach dem Staatsexamen trat ich eine Stelle an, auf der ich glücklicherweise nicht allzuviel zu tun hatte. Denn mir fehlte immer mehr die Kraft, Dinge anzufangen und sie mit Elan zu beenden. Abends fiel ich todmüde aufs Bett, sowie ich zu Hause ankam. Außerdem hatte ich in dem Jahr drei schwere grippale Infekte, die mich mit heftigem Fieber mehrere Tage außer Gefecht setzten und noch wochenlang danach schwächten.

Ich schob diese Geschichten auf die Arbeitsbelastung während der Vorbereitungszeit und die Tatsache, daß ich wegen des Umzugs in eine andere Stadt kaum einen freien Tag zwischen Examen und Dienstantritt gehabt hatte.

Außerdem machte sich ein neues Phänomen auf meiner Haut bemerkbar: kleine Hautstellen wurden rot, schuppten, und wuchsen im Laufe von Tagen und Wochen zu kleinen Ringen aus, ähnlich wie Hexenringe im Wald. Über Pilze hatte ich im Studium eigentlich nicht mehr gelernt, außer daß Pilzinfektionen die typischen Erkrankungen von Schwerkranken und Abwehrgeschwächten sind, der Normalbürger mit ihnen jedoch nichts zu tun hat. Die Kombination "Hexenring" mit den neuen Hauterscheinungen brachte mich jedoch dazu, einen Studienkollegen anzusprechen, der eine Ausbildung als Hautarzt angefangen hatte. Ihm zeigte ich die Stelle an meinem Hinterkopf, die jetzt schon einige Jahre alt war.

"Probier‘ mal eine Anti-Pilz-Creme", empfahl er mir - es sähe aus wie eine Pilzinfektion. Gesagt, getan - ich kaufte mir eine entsprechende Creme, trug sie auf und nach einer Woche war der Spuk am Hinterkopf vorbei und blieb es auch. Mit der Erfahrung marschierte ich stracks zu meinem Kassen-Hautarzt, um mir die weiteren Salben auf Kassenrezept verschreiben zu lassen.

Der schaute mich gutmütig, aber voller Ablehnung an und bestand darauf, daß der Hautausschlag am Darmausgang eine Schuppenflechte sei. Ich meinerseits bestand nachdrücklich auf einem Pilzabstrich, so daß er widerwillig eine Petrischale holte, ein bißchen oberflächlich an dem Ausschlag kratzte und die Probe an sein Labor schickte. Salbe gab es allerdings nicht, der junge Kollege solle doch bitte seine Schuppenflechte akzeptieren und die Krankheit annehmen.

Ich habe mich erst viel später in das Thema "Pilzinfektionen" eingearbeitet - zu diesem Zeitpunkt wußte ich aber noch nicht, daß die Entnahmetechnik dieses Kollegen völlig falsch war. Pilze sitzen an solchen Hautstellen in den tiefen, noch lebendigen Hautschichten, und nicht in den oberflächlichen Schuppen, die nur noch aus abgestorbenem Material bestehen. Eine korrekte Entnahme ist zumindest unangenehm und tut auch nicht selten weh, weil die lebendigen Hautschichten meist auch noch äußerst lebendige Nerven haben.

Es wird also niemanden überraschen, daß der Befund lautete "keine Pilzinfektion nachweisbar". Genausowenig wird es jemanden überraschen, daß ich mir auf eigene Faust die entsprechende Creme besorgte und sie anwandte - mit durchschlagendem Erfolg: der Hautauschlag ging schnell zurück, nach drei Wochen war nur noch wenig davon zu sehen. Als ich die Salbe daraufhin wegließ, kam er allerdings langsam wieder zurück.

Ich verbrachte einige Monate mit dem Spielchen, die Salbe mal wieder aufzutragen und mal wieder wegzulassen. Gleichzeitig ging es mir körperlich allerdings nicht besser, ich war immer noch leicht zu erschöpfen und keuchte gelegentlich schon nach einer Treppe - im Alter von knapp über dreißig. Gleichzeitig hatte ich dann stets einen heftigen Druck auf dem Brustkorb, und das Herz schlug in solchen Momenten unregelmäßig.

Um ehrlich zu sein, machte ich mir doch einige Sorgen. Denn in unserer Familie war der Herzinfarkt bei den Großeltern die Todesursache gewesen, und auch meinen Vater suchte ein Infarkt heim. Außerdem waren bei mir bei einer Routinekontrolle drastisch erhöhte Blutfette festgestellt worden, die das Risiko einer Herzerkrankung ja bekanntlich nicht gerade senken.

Ein Internist, den ich aufsuchte, fand allerdings nicht viel Beunruhigendes am Herzen. Wir versuchten zusammen, die Ursachen der erhöhten Fettspiegel herauszufinden, spielten aber die ganze Klaviatur der inneren Medizin vergeblich ab, ohne einen der klassischen Auslöser zu finden.

Ich experimentierte mit der Ernährung, um die Zufuhr von Nahrungscholesterin zu senken. Keine Eier, keine fetten Saucen und so weiter und so fort - für jemanden, der gern viel ißt, gar nicht so leicht. Zum krönenden Abschluß aß ich für sechs Wochen eine rein vegane Kost, das ist eine rein pflanzliche Nahrungsmischung ohne ein einziges Milligramm Cholesterin. Mein Blutfettspiegel zeigte sich von dieser heldenhaften Askese allerdings völlig unbeeindruckt und blieb in astronomischen Höhen.

Die Dinge fingen in dieser Zeit an, sich etwas zu beschleunigen. Ich wurde immer schlapper, und schließlich entzündeten sich meine Fingerendgelenke sehr schmerzhaft, so daß ich sie an manchen Tagen vor Schmerzen kaum noch bewegen konnte.

Einen Reim auf diese Symptomenmischung konnte ich mir absolut nicht machen, außerdem hatte ich zu diesem Zeitpunkt gerade eine neue, sehr arbeitsreiche Stelle angetreten und deshalb wenig Zeit, mich um die eigene Gesundheit zu kümmern.

In diesen Tagen lernte ich aber zufällig auf einem Kongreß einen Arzt kennen, der sich intensiv mit der Diagnostik und Behandlung von Pilzinfektionen beschäftigte. Ich telefonierte mehrmals mit ihm und fuhr schließlich ein paar hundert Kilometer, um mich von ihm untersuchen zu lassen.

Er nahm mir eine Blutprobe ab und gab mir ein Röhrchen für eine Stuhlprobe mit. Auf der Rückfahrt hörten meine Gelenke auf zu schmerzen, was natürlich nur ein Zufall war und mit der Blutentnahme nichts zu tun hatte - gleichzeitig bildete sich aber genau über den ehemals schmerzenden Gelenken ein roter, rauher Hautausschlag.

Der nächste Tag wurde hundsgemein: ich wachte schon vor meinem Wecker auf, weil eines meiner Augen heftig wehtat. Gegen mittag war der Schmerz so stark, daß ich mich in das Wartezimmer einer Augenärztin setzte. Als ich drankam, konnte ich mit diesem Auge vor Schmerzen schon nicht mehr ins Licht sehen.

Die Diagnose kam schnell: ich hatte eine Entzündung der Regenbogenhaut. Mit einem Kortisonpräparat bekamen wir die Entzündung innerhalb weniger Tage in den Griff, andere Augentropfen verhinderten, daß die Entzündung zu Verklebungen der Pupille führen konnte.

Die nächsten Wochen standen im Zeichen einer ziemlich langen Reihe von Arztbesuchen. Denn bei einer solchen Erkrankung muß der Arzt vor allem nach rheumatischen Erkrankungen suchen, die solche Entzündungen hervorrufen. Auch Infektionen mit bestimmten Bakterien sind dafür bekannt, eine solche Uveitis auszulösen, wie der Augenarzt dieses Krankheitsbild nennt.

Immer wiederkehrende Entzündungen der Regenbogenhaut können letztlich sogar das Augenlicht gefährden, zumindest aber häßliche Komplikationen hervorrufen. Ergebnis der ganzen Arztbesuche: keiner der klassischen Auslöser war bei mir zu finden.

Mittlerweile hatte ich Post von dem Pilz-Arzt erhalten, sie aber eine ganze Zeit nicht weiter beachtet. Als ich schließlich hineinsah, fand ich einen positiven Stuhlbefund und drastisch erhöhte Spiegel von Pilz-Antikörpern im Blut.

Seine Therapieempfehlung war, den Verdauungstrakt mit dem Medikament "Nystatin" von Pilzen zu befreien. Wenigstens das will ich loswerden, dachte ich eher nebenbei, und besorgte mir die entsprechenden Medikamente.

Der Erfolg ließ nur knapp vier Tage auf sich warten: nach dieser Zeit ließ die ewige Schlappheit nach, ich bekam wieder Spannkraft, wie ich sie seit Jahren nicht gekannt hatte. Die Blähungen, der Druck auf der Brust und die Kurzatmigkeit verschwanden, als wenn sie nie dagewesen wären.

Dieser überraschende Erfolg führte dazu, daß ich endgültig begann, mich intensiv mit Pilzkrankheiten auseinanderzusetzen. Ich lebte nach der Diät, die Professor Rieth zur begleitenden Behandlung entworfen hatte, und stellte als angenehmen Nebeneffekt fest, daß ich mühelos begann, ein Pfund nach dem nächsten zu verlieren.

Schnell lernte ich aber auch die Grenzen einer solchen Behandlung nach lange bestehendem Pilzbefall kennen: nachdem ich einige Wochen kein Nystatin genommen hatte, kamen die Beschwerden ruckzuck wieder.

Nachdem sich dieses Spielchen einige Male wiederholt hatte, folgte ich dem Rat eines Mykologen und nahm zusätzlich gleichzeitig zum Nystatin das Medikament "Fluconazol", das im Gegensatz zu Nystatin im ganzen Körper wirkt. Nystatin wirkt dagegen nur auf den Schleimhäuten, gelangt aber nicht in den Körper selbst.

Damit brachte ich die unliebsamen Schmarotzer endgültig aus meinem Körper. Gleichzeitig sank zur großen Überraschung meines Internisten der Cholesterinspiegel innerhalb weniger Wochen in den Normalbereich. Selbst als ich später einmal, ganz gegen die Laborvorschrift, direkt vor der Blutentnahme fünf Eier verspeiste, erschütterte das meine Werte nicht: sie waren immer noch normal.

Das Ganze ist jetzt über fünf Jahre her. Die Regenbogenhautentzündung ist genauso wie die Gelenkentzündungen nie wiedergekommen, der Blutfettspiegel immer noch normal. Wissenschaftliche Arbeiten über die Zusammenhänge zwischen diesen ganzen unterschiedlichen Symptomen sind in der wissenschaftlichen Literatur bis heute kaum zu finden - und es sei an dieser Stelle ausdrücklich davor gewarnt, alles und jedes mit Pilzinfektionen erklären zu wollen.

Für die meisten der hier geschilderten Symptome gibt es viele andere, heute schon genau identifizierte Auslöser, deren Aufdeckung man auf keinen Fall versäumen sollte, um nicht Gefahr zu laufen, etwas Wichtiges zu übersehen.

Aber der Umkehrschluß, den viele Kollegen heute leider noch ziehen, ist genauso falsch - der Satz "Pilze hat jeder, das macht nichts" ist wissenschaftlicher Unfug und zeugt von einer gefährlichen diagnostischen Blindheit.

Ich blicke heute auf eine lange Zeit zurück, bei der mir ein Teil meiner Gesundheit einfach gestohlen wurde, obwohl die Behandlung extrem einfach gewesen wäre - und ärgere mich vor allem darüber, daß ich bei einer entsprechenden Ausbildung viel früher auf die Auslöser hätte kommen können.


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